Melström – eine Anspielung auf die Initialen unserer Ensemblemitglieder:innen, das griechische Wort „melos“ („Gesang“) und „ström“ – der Atem, der eine Phrase trägt, sowie eine stille Hommage an die Flüsse, die durch die Hafenstädte fließen, die wir unser Zuhause nennen.
Wir sind fünf professionelle Sänger:innen mit einem gemeinsamen Hintergrund in der Alten Musik und einer Leidenschaft für den Ensemblegesang. Nachdem wir über die Jahre hinweg in verschiedenen Konstellationen zusammengearbeitet hatten, wünschten wir uns ein Projekt, das uns als vollzähliges Ensemble zusammenbringt.
Elena Elsa Tsantidis ist eine wandelbare junge Künstlerin, welche sich mit ihrer Leidenschaft zur historischen Aufführungspraxis und ihrer leicht geführten, glockenhellen Stimme als gefragte Konzert- und Ensemblesängerin im deutschsprachigen Raum etabliert hat.
Die 26-jährige Sopranistin ist Bachpreisträgerin des 24. Internationalen Bachwettbewerbs Leipzig 2024, sowie Preisträgerin des Hochschulwettbewerbs Musik der Hochschule für Künste Bremen 2024, wo sie bei dem renommierten Countertenor Prof. Benno Schachtner studiert.
Neben ihrer blühenden Tätigkeit als Solistin im Konzertbereich widmet sie sich leidenschaftlich dem Musizieren in Ensembles und Chören: Zu ihrem bunten Portfolio zählen unter anderem Konzerte mit dem belgischen Ensemble Vox Luminis, dem Freiburger Barockorchester und der Gaechinger Cantorey (Bachakademie Stuttgart), den Balthasar Neumann Ensembles, dem B’Rock Orchestra und den Diademus Vokalisten, sowie Sonat Vox.
Sie verbindet eine enge und inspirierende Zusammenarbeit mit dem Salzburger Ensemble BachWerkVokal (Gordon Safari), sowie der lautten compagney BERLIN (Wolfgang Katschner).
Die neuseeländische Sopranistin Ella Marshall Smith vereint eine frische, erzählerische Präsenz mit einer Spezialisierung auf Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie regelmäßig europaweit zu erleben; ihre bisherigen Auftritte führten sie an renommierte Häuser wie die Elbphilharmonie, die Laeiszhalle, die Philharmonie de Paris, La Seine Musicale und die Müpa Budapest.
Neben ihrer Tätigkeit als Solistin hat sich Smith als versierte Ensemblesängerin etabliert und arbeitet mit führenden Klangkörpern wie Chorwerk Ruhr, Vox Luminis, dem Balthasar-Neumann-Chor sowie verschiedenen Kammermusikgruppen. Sie ist Mitgründerin des Kammermusikensembles Arc of Iris und des Vokalensembles DREI:st und Gründungsmitglied des Solistenchors Bremen. Mit der ukrainischen Pianistin Julia Seckler verbindet sie eine enge Liedpartnerschaft.
Zu ihren Wettbewerbserfolgen zählen mehrere Auszeichnungen mit dem Ensemble Arc of Iris beim Göttinger Händel-Wettbewerb (2023) und beim Biagio Marini Wettbewerb (2024), der erste Preis beim Gustav Mahler Liedwettbewerb (2024) mit ihrem Liedduo sowie der zweite Preis beim 12. Internationalen Telemann-Wettbewerb (2023).
Matthias Dähling ist gebürtiger Hamburger und als Countertenor solistisch sowie als Ensemblesänger international gefragt. Matthias erhält seit 2016 seine sängerische Ausbildung bei Ulla Groenewold in Hamburg. 2023 schloss er sein Studium am Royal College of Music in London bei Sally Burgess mit Auszeichnung ab. Außerdem vertiefte er seine Gesangsausbildung in regelmäßigen Stunden bei Michael Chance.
Zu seinen jüngsten Engagements zählen unter anderem solistische Auftritte in der Elbphilharmonie Hamburg mit Vox Luminis unter der Leitung von Lionel Meunier, Bachs Weihnachtsoratorium im Wiener Stephansdom sowie die Aufführung der Alt-Solokantate BWV 170 beim Bachfest Leipzig 2026. Außerdem war er Teil einer Neuproduktion des Theaters Winterthur von Monteverdis Oper „L'Orfeo" mit der lautten compagney Berlin unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Katschner.
In der Saison 2022/23 trat Matthias im Rahmen der „Wigmore Hall French Song Exchange" in Rezitalen in der Wigmore Hall in London und dem Salle Cortot in Paris auf. Als Ensemblesänger arbeitet Dähling regelmäßig mit renommierten Formationen wie dem Monteverdi Choir London, dem Constellation Choir und dem Balthasar Neumann-Chor zusammen. Er sang unter der Leitung bedeutender Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Masaaki Suzuki und Thomas Hengelbrock.
Im Herbst 2021 gab er sein Bühnendebüt in einer Neuproduktion von Schostakowitschs „Die Nase" an der Bayerischen Staatsoper unter Wladimir Jurowski, zu der er in der Saison 2023/24 zurückkehrte. Sein musikalisches Schaffen wird durch mehrere CD-Veröffentlichungen dokumentiert.
Der Tenor Michel Gattwinkel ist Spezialist für Alte Musik, auch wenn er durch seine stimmliche und musikalische Flexibilität sämtliche Gattungen bedienen kann. Bereits im Kindesalter kam er mit Musik in Berührung, nahm Trompeten- und Klavierunterricht, später zusätzlich Gesangsunterricht und sang in diversen Chören. Nach einem abgeschlossenen Schulmusikstudium studierte er Gesang Alte Musik in der Klasse von Professor Benno Schachtner und Prof. Ulrich Messthaler an der Hochschule für Künste Bremen und schloss dieses im Jahr 2026 mit dem Master und einem Abschlusskonzert mit Schuberts Die schöne Müllerin ab.
Er ist als Solist, Ensemble- und Chorsänger deutschlandweit aktiv. Sein Konzertrepertoire reicht von Monteverdi bis hin zu zeitgenössischer Musik, sein besonderer Schwerpunkt liegt in den Solopartien im Vokalwerk Johann Sebastian Bachs sowie dem Liedschaffen Franz Schuberts. Engagements brachten ihn u. a. bereits an das Oldenburgische Staatstheater, wo er in einer szenischen Produktion von Felix Mendelssohns Elias als Teufel auftrat.
Er musiziert regelmäßig mit Ensembles wie dem Orchid Kammerchor, dem Solistenchor Bremen und den Diademus Vocalisten. Meisterkurse und Unterricht bei Ulrich Messthaler, Gerd Türk, Lionel Meunier, Detlef Bratschke, Manfred Cordes und Hans-Christoph Rademann u. a. ergänzen seine musikalische Ausbildung.
Der aus Flensburg stammende Bass Lukas Gerber studierte in Hamburg Gesang und Oper in der Klasse von Prof. Jörn Dopfer und etablierte sich bereits im Studium als Solist und Ensemblesänger im deutschsprachigen Raum.
Als Akademist der Balthasar-Neumann-Chorakademie (2022) sammelte er prägende Erfahrungen und wirkte anschließend in Projekten des Balthasar-Neumann-Chors mit, unter anderem in einer Opernproduktion von „Orfeo ed Eurydice" (Gluck) unter Robert Carsen am Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Weitere Engagements führten ihn zu renommierten Ensembles wie dem Deutschen Kammerchor, der Rheinischen Kantorei, dem Bachwerk Vokal Salzburg, Les Musiciens du Louvre, den Hamburger Symphonikern, dem Ensemble Elbipolis und dem Ensemble Schirokko, sowie zu bedeutenden Festivals, wie dem Palermo Classica Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Herbstfestspielen Baden-Baden, dem Bachfest der Neuen Bachgesellschaft und dem Musikfest Bremen, u.a.
Wichtige künstlerische Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Ulrich Messthaler, Lisandro Abadie, Lionel Sow, Klaas Stok und Anne Kohler. Er arbeitete bereits mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski, Sylvain Cambreling und Gordon Safari zusammen. Eine enge musikalische Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Cembalistin und Dirigentin Irina Hochman.
Seit 2023 ist er zudem als Stimmbildner der Hamburger Singakademie tätig.